Sie haben Ihr Traumschiff bei REM Yachtcharter gemietet, die Leinen sind los und das große Vergnügen auf den friesischen Seen hat begonnen. Doch wenn sich der Tag dem Ende neigt, möchten Sie einen gemütlichen Yachthafen ansteuern. Wie genau funktioniert das? Wo dürfen Sie liegen und bei wem müssen Sie sich anmelden? Keine Sorge: Mit diesen Tipps laufen Sie wie ein Profi in den Hafen ein.

1. Die Ankunft: Achten Sie auf die Schilder

Sobald Sie in einen Yachthafen einfahren, drosseln Sie die Geschwindigkeit. Die erste Frage ist immer: Wo ist noch Platz? In vielen friesischen Häfen finden Sie an den Boxen (den Liegeplätzen zwischen den Pfählen) kleine Schilder:

  • Rotes Schild: Dieser Platz ist durch einen festen Liegeplatzinhaber belegt. Hier dürfen Sie nicht festmachen.
  • Grünes Schild: Der feste Bewohner ist unterwegs und der Platz ist für Passanten (Gäste) frei. Oft steht dort auch, bis wann der Platz verfügbar ist.
  • Meldsteiger: Viele Häfen haben einen speziellen Anleger für Neuankömmlinge („Meldsteiger“). Dies ist oft am Eingang ausgeschildert. Legen Sie hier zuerst an und gehen Sie zum Hafenbüro.

2. Worauf sollten Sie beim Anlegen achten?

Haben Sie einen Platz gefunden? Bereiten Sie sich gut vor:

  • Fender nach außen: Sorgen Sie dafür, dass die Fender auf beiden Seiten in der richtigen Höhe hängen, bevor Sie in den Hafen oder die Box einfahren.
  • Leinen bereit: Legen Sie die Festmacherleinen bereit und stellen Sie sicher, dass jemand auf dem Vordeck bereitsteht, um eine Leine über einen Poller zu werfen oder zu übergeben.
  • Der Wind: Achten Sie auf die Flaggen im Hafen, um die Windrichtung zu bestimmen. Es ist immer einfacher, gegen den Wind anzulegen als mit dem Wind im Rücken.

3. Anmelden und bezahlen: Der Hafenmeister

In Friesland werden Sie oft vom Hafenmeister begrüßt. Er ist Ihr bester Ansprechpartner im Hafen.

  • Das Hafenbüro (Havenkantoor): Meistens gibt es ein zentrales Gebäude mit einer Flagge oder einem Schild „Havenkantoor“. Hier können Sie sich anmelden.
  • Die Hafengebühr: Sie zahlen pro laufendem Meter Ihres Bootes (meist zwischen 1,50 € und 2,50 € pro Meter). Manchmal kommt noch eine Kurtaxe hinzu.
  • Ausstattung: Beim Bezahlen erhalten Sie oft einen Code für das Duschgebäude oder das WLAN. Hier können Sie auch nach Wertmarken für Strom oder Wasser fragen.

Tipp von REM: Kommen Sie spät an und das Hafenbüro ist bereits geschlossen? Kein Problem. Suchen Sie sich einen freien Platz (mit grünem Schild), legen Sie an und melden Sie sich am nächsten Morgen früh beim Hafenmeister. In einigen Häfen kommt der Hafenmeister abends oder morgens sogar direkt zum Boot, um abzurechnen.

4. Etikette: Seien Sie ein guter Nachbar

Ein Yachthafen ist ein sozialer Ort. Ein paar ungeschriebene Regeln:

  • Helfen Sie mit: Sehen Sie ein anderes Boot ankommen? Gehen Sie kurz zum Steg, um eine Leine anzunehmen. Das wird sehr geschätzt!
  • Ruhe: Ab 22:00 Uhr herrscht meistens Hafenruhe. Genießen Sie Ihr Glas Wein auf dem Achterdeck, aber halten Sie die Lautstärke niedrig.
  • Sauberkeit: Halten Sie den Steg frei (keine herumliegenden Kabel, über die man stolpern könnte).

Bereit für das Abenteuer?

Das Anlegen in einem Yachthafen gehört zum Charme des Bootfahrens dazu. Man trifft andere Wassersportler und die Atmosphäre ist fast immer gesellig.

Haben Sie noch Fragen zum Manövrieren oder zur Ausstattung an Bord unserer Schiffe? Bei der Abfahrt erhalten Sie von uns immer eine ausführliche Einweisung, damit Sie unbesorgt die friesischen Gewässer erkunden können!

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